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Die Terrakotta Krieger im Portrait

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Die Terrakotta Krieger im Portrait

Noch ist sie nicht vollständig ausgegraben, die Terrakotta Armee, die den Ersten Kaiser von China, Qin Shi Huangdi, in seiner letzten Ruhestätte beschützen sollte. Man vermutet jedoch, dass sie insgesamt bis zu 8000 Mann stark ist, und zusätzlich 150 Streitwägen und 670 gesattelte Pferde enthält.

Die bisher ausgegrabenen Figuren wurden einem Face Scan unterzogen – obwohl nur 10 unterschiedliche Gussformen gefunden wurden, gleicht durch die detailverliebte Arbeit der Handwerker des Kaisers kein Gesicht dem anderen. Diese Tatsache gleicht eindeutig einem Weltwunder. Rund 720.000 Menschen dürften insgesamt 36 Jahre lang an der Erstellung der Terrakotta Armee und den weiteren Grabbeigaben gearbeitet haben.

Die originalen Fundstücke haben bis auf zwei Stücke, die als Leihgaben fungierten, China bzw. die Ausgrabungsstätte nicht verlassen. Die Repliken, die momentan und bis 27. Dezember in unserer Halle A zu bestaunen sind, wurden jedoch von Handwerkern mit ursprünglichen Produktionstechniken erstellt, die seit der Geburtsstunde der Terrakotta Armee von Generationen zu Generation weitergegeben wurden. Diese absolut originalgetreuen Exponate bilden die weltweit umfassendste und vollständigste Ausstellung, die dieses UNESCO Weltkulturerbe behandelt. 

Die Ausgrabungen sind auch heute noch immer im Gange. Auf über 56 km² erstreckt sich die gesamte Nekropolis. Diese Fläche entspricht der Größe der Insel von Manhattan oder sogar knapp eine Hälfte der Fläche von Graz. Abgesehen von ihrer ästhetischen Schönheit beherbergt die Terrakotta Armee zahlreiche Hinweise, die die Ursprünge des heutigen Chinas erklären. Daher gibt auch unsere Ausstellung viel, viel mehr Einblicke, als nur die Präsentation der Tonfiguren. 

Der Erste Kaiser von China

Um 221 v. Chr. wurde China das erste Mal in der Geschichte von einem einzigen Herrscher regiert und vereint. Während der vorherigen fünf Jahrzehnte wurde dieses riesige Gebiet, welches einem viertel des heutigen Chinas entspricht, aus sieben Königreichen zusammengestellt, welche von anhaltenden Kriegen heimgesucht wurden. Qin Sho Huangdi war imstande dieses Chaos durch die beeindruckende Macht von Armeen von mehreren 100.000 Soldaten zu beenden, da das Qin Königreich siegreich aus diesen großflächigen Kämpfen hervorging. Qin Shi Huangdi regierte lediglich 10 Jahre als Kaiser. Allerdings hinterließ er zweifellos seinen Fußabdruck in der Geschichte Chinas. Seine etablierte Regierungsart überlebte ihn fast 800 Jahre ohne große Veränderung. Sie basierte auf dem Grundsatz von persönlichem Verdienst und gemeinsamer Verantwortung, Organisation eines zentralisierten Reiches, Einrichung eines Melderegisters, Einführung einer Gewerbessteuer, und Erhebung der Kopfsteuer. Qui Shi Huangdi war auch der erste Herrscher, der sein Reich mit Hilfe der Großen Mauer beschützen wollte. Abgesehen von diesem gigantischen Projekt fand er dennoch die nötigen Mittel, um Kanäle, die die Regionen des Reichs verbanden, zu graben und eine eindrucksvolle Zahl von Palästen zu bauen. Seine Hauptstadt hatte nicht weniger als 270 Paläste. 

Die Statuen der Terrakotta Armee, welche die ewige Ruhe des Kaisers bewachen sollten, wurden 1974 durch Zufall von drei Bauern entdeckt, die einen Brunnen graben wollten. Seitdem haben Archäologen über 50.000 Objekte ausgegraben, die eine hochintelligente und einfallsreiche Zivilisation darstellen. Wie erstaunlich die Informationen sind, die die Entdeckung der Terrakotta Armee enthüllt, verrät die Ausstellung Die Terrakotta Armee und der Erste Kaiser von China.  

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Die Terrakotta Armee und der Erste Kaiser von China presented by Terminal 2.

Tina
Blogeintrag gepostet am 08.10.2015
von Tina
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